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Blindenwerkstätte Dorsten GmbH

Werkstattporträt:

Blindenwerkstätte Dorsten GmbH

Wir alle wünschen uns ein sinnvolles und ausgefülltes Leben. Dies gilt um so mehr für behinderte Menschen, zumal gerade sie oft einen ausgeprägten Leistungswillen zeigen. Für Blinde bedeutet eine nützliche Tätigkeit echte Lebensqualität, so wie das für uns so wichtige Gefühl, gebraucht zu werden.
Leider jedoch bieten Handel und Industrie in Folge Rationalisierung und Automatisierung fast keine Arbeitsplätze mehr für erblindete Handwerker an. Damit aber wächst wieder die Bedeutung des Blindenhandwerks.

Unsere Blindenwerkstätte wurde im Oktober 1987 gegründet. Damals beschäftigten wir lediglich drei blinde Mitarbeiter und eine Auszubildende im kaufmännischen Bereich. Am 21.3.1988 wurde unsere Werkstätte staatlich anerkannt.

Auf Grund der enormen Nachfrage an Blinden- und Behindertenarbeitsplätzen haben wir im Laufe der Zeit immer mehr Arbeitsplätze für leistungsgeminderte bzw.
mehrfachbehinderte Blinde und sonstige Behinderte geschaffen. So wurde aus der kleinen Behindertenwerkstätte Dorsten ein modernes Unternehmen, das den heutigen gesetzlichen Anforderungen in jeder Hinsicht entspricht.
Mittlerweile beschäftigen wir 24 Blinde, hochgradig Sehbehinderte und sonstige Behinderte, die in mühevoller Handarbeit Besen und Bürsten aller Art herstellen.

Die Blindenwaren werden ausschließlich von unseren blinden und sehbehinderten Mitarbeitern angefertigt. Das Angebot ist sehr umfangreich und von bester Qualität. Die Arbeiten,die von Blinden nicht ausgeführt werden können, wie z.B. das Zusammenschrauben und Schneiden der Besen und Bürsten, erledigen unsere sonstigen behinderten Mitarbeiter.
Damit Sie sofort erkennen, dass es sich um Blindenwaren handelt, werden alle Produkte mit einem Etikett versehen, das das gesetzliche Zeichen für Blindenarbeit darstellt. Bei den Webwaren, wie zum Beispiel Handtüchern aller Art, Aufnehmern und Staubtüchern usw., wird das Etikett eingenäht.

Die Produktion und der Vertrieb der Blinden- und Zusatzwaren erfolgen in unserer Einrichtung nach den gesetzlichen Bestimmungen. Ein Punkt, auf den wir immer wieder hinweisen. Denn gerade im Blindenhandwerk werden leider sehr viele unseriöse Geschäfte gemacht. Mindern die
vielleicht auch das Vertrauen in unsere Arbeit unberechtigter Weise?

Wir sind stets bemüht, in Übereinstimmung mit der Arbeitsverwaltung und dem Sozialministerium für alle blinden Bewerber geeignete Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen. Dies führt zur höheren Produktion und erfordert verstärkte Absatzbemühungen. Da die öffentlichen Aufträge auf Grund der Sparmaßnahmen in Umfang und Anzahl ständig abnehmen, sind wir mehr denn je auf Lieferungen an den Handel und die Industrie angewiesen.
Jeder Auftrag von Ihnen bedeutet also Hilfe und ein Stück Lebensqualität für unsere blinden Handwerker, die vom Schicksal erheblich benachteiligt wurden.

Übrigens können Betriebe, die Blindenwaren gemäß § 55 Schwerbehindertengesetz erwerben, 50% der von den Werkstätten für Behinderte und anerkannten Blindenwerkstätten erbrachten Arbeitsleistungen (Gesamtbetrag abzüglich Materialkosten) auf die Ausgleichsabgabeschuld anrechnen.

An dieser Stelle möchten wir uns schon einmal bei Ihnen für Ihr Interesse an unseren Produkten bedanken und würden uns freuen, wenn Sie uns einen Auftrag erteilen würden.

Haben Sie noch Fragen, Anregungen oder Sonderwünsche, so schicken Sie uns bitte eine E-Mail oder rufen Sie uns an.
Wir haben immer ein offenes Ohr für Sie. Wir hoffen, Ihnen einen kleinen Einblick in unsere Arbeit ermöglicht zu haben.



Referenznummer:

BW3/7


Schlagworte

  • barrierefrei für blinde Menschen /
  • Blindenwerkstatt /
  • Blindheit /
  • Werkstatt für behinderte Menschen


Informationsstand: 24.08.2004