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Gebärdensprache

Gebärdensprache wird vom Deutschen Gehörlosen-Bund folgendermaßen definiert:

"Gebärdensprachen sind visuell-manuelle Sprachen, die natürlich entstanden sind. Gebärdensprachen bestehen neben Handzeichen aus Mimik und Körperhaltung. Sie verfügen über ein umfassendes Vokabular und eine eigenständige Grammatik, die grundlegend anderen Regeln folgt als die Grammatik gesprochener Sprachen.

Gebärdensprachen sind ebenso komplex wie gesprochene Sprachen, auch wenn sie anders aufgebaut sind. Von der Sprachwissenschaft sind Gebärdensprachen als eigenständige, vollwertige Sprachen anerkannt. In der Regel benutzen Gehörlose und stark schwerhörige Menschen in der Kommunikation untereinander Gebärdensprache, denn die Gebärdensprache ermöglicht Gehörlosen im Gegensatz zur Lautsprache eine entspannte und verlässliche Kommunikation."

Die Gebärdensprache ist von Land zu Land unterschiedlich, das heißt regional und kulturell gefärbt mit eigener Grammatik. In Deutschland wird sie als Deutsche Gebärdensprache (DGS) bezeichnet.

Recht auf Kommunikation in Gebärdensprache

Hör- und sprachbehinderte Menschen (Gehörlose, Ertaubte und Schwerhörige) erhalten im Rahmen der Leistungen zur sozialen Teilhabe das Recht, bei der Ausführung von Sozialleistungen (insbesondere auch bei ärztlichen Untersuchungen und Behandlungen) und im Sozialverwaltungsverfahren die Gebärdensprache zu verwenden und/oder Gebärdensprachdolmetscher/innen einzusetzen (vgl. § 17 SGB I; § 57 SGB IX; § 6 BGG).

Rechtsgrundlagen

(ml) 2017