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Frauenbeauftragte

Frauenbeauftragte sind seit dem 1. Januar 2017 in Werkstätten gesetzlich vorgeschrieben. Jede Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) muss laut der Werkstätten-Mitwirkungsverordnung (WMVO) eine Frauenbeauftragte und mindestens eine Stellvertreterin haben. Gemeinsam mit dem Werkstattrat werden sie von den weiblichen Beschäftigten im Arbeitsbereich gewählt. Jede Frau kann sich zur Wahl stellen lassen.

Über 730 WfbM gibt es in Deutschland. Dort arbeiten mehr als 130.000 Frauen, die oftmals Unterstützung benötigen, um ihre Rechte durchzusetzen. Daher wurde die WMVO zum 1. Januar 2017 novelliert: Jede Einrichtung muss seitdem eine Frauen-Beauftragte haben. So erhalten Frauen mit Behinderungen in ihren Werkstätten Ansprechpartnerinnen auf Augenhöhe. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund, dass Frauen mit Behinderungen wesentlich häufiger körperliche und sexuelle Gewalt erleben als der weibliche Bevölkerungsdurchschnitt, von besonderer Bedeutung.

Frauenbeauftragte vertreten die Interessen der in der Werkstatt beschäftigten Frauen mit Behinderungen gegenüber der Werkstattleitung, insbesondere in den Bereichen:

  • Gleichstellung von Frauen und Männern
  • Vereinbarkeit von Familie und Beschäftigung
  • Schutz vor körperlicher, sexueller und psychischer Belästigung oder Gewalt

Im September 2019 wurde der Verein "Starke.Frauen.Machen. - Das Bundes-Netzwerk der Frauen-Beauftragten in Einrichtungen" gegründet. Der Verein vertritt die Interessen der rund 1.500 Frauenbeauftragten und ihrer Stellvertreterinnen in den WfbM. Alle Frauen-Beauftragten aus ganz Deutschland können hier Mitglied werden und sich gemeinsam mit anderen Frauen im Verein über ihre Arbeit als Frauenbeauftragte austauschen.