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Aufnahme in die Werkstatt für behinderte Menschen

Insgesamt gibt es in Deutschland 735 (Haupt-) Werkstätten mit rund 320.000 Beschäftigten
(Stand: Mai 2021).

In den Werkstätten arbeiten überwiegend (rund 75 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) Menschen mit geistiger Behinderung. Die Werkstätten sind aber verpflichtet, allen behinderten Menschen - unabhängig von Art und Schwere der Behinderung - einen Arbeitsplatz anzubieten.

Zu den Voraussetzungen für die Aufnahme in die WfbM gehören:

  • Die behinderten Beschäftigten müssen im Arbeitsbereich der WfbM ein 'Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbarer Arbeit' leisten können.
  • Es darf kein außerordentlicher Pflegebedarf vorliegen.
  • Es darf von den behinderten Beschäftigten keine Fremd- oder Eigengefährdung ausgehen.

Wer in einer Werkstatt lernen und arbeiten möchte, wendet sich an das Reha-Team der nächst gelegenen Agentur für Arbeit. Bei den Reha-Teams kann man auch Auskünfte über aktuelle Bildungsangebote, Aufnahmetermine und vorhandene begleitende Angebote der einzelnen Werkstätten erhalten. Umfangreiche Beratung bieten auch die Integrationsfachdienste, die häufig Kooperationspartner der Werkstätten sind.

Menschen, die bereits im Arbeitsleben stehen oder standen, können sich auch bei ihrem zuständigen Kostenträger beraten lassen. In vielen Fällen sind das die Deutsche Rentenversicherung oder die Gesetzliche Unfallversicherung.

Sie können sich auch direkt bei den einzelnen Werkstätten informieren. In der Rubrik 'Werkstätten nach Bundesländern' können Sie gezielt nach einzelnen WfbM suchen. Über die Filterfunktion können Sie die Suchergebnisse durch weitere Angaben (zum Beispiel: Name, Ort, Postleitzahl) eingrenzen.

Die Agenturen für Arbeit kommen in den meisten Fällen als Kostenträger für die Finanzierung der Qualifizierungsmaßnahme in den Werkstätten in Betracht. Die Maßnahme wird maximal 27 Monate (Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich) gefördert.

Für Menschen, die bereits im Arbeitsleben stehen oder standen, sind in vielen Fällen die Deutsche Rentenversicherung oder die gesetzlichen Unfallversicherungen für die Beratung und Finanzierung zuständig.

Zuständige Kostenträger