Rotthoffs Hof
Anzahl der behinderten Beschäftigten:
ca. 60
TÄTIGKEITSFELDER IM BERUFSBILDUNGSBEREICH:
Hauswirtschaft, Landwirtschaft, Gemüsebau, Lebensmittelverarbeitung, Therapeutisches Reiten
BILDUNGS- und QUALIFIZIERUNGSMAßNAHMEN, die über die berufliche Grundqualifizierung im Berufsbildungsbereich (§ 4
WVO) hinausgehen:
Qualifizierungsmaßnahmen mit Hauszeugnissen oder Zertifikaten
Weiterbildung im Arbeitsbereich mit Hauszeugnissen oder Zertifikaten
Ausbildungen mit
IHK-,
HWK- oder anderem Kammerabschluss beim Träger der Werkstatt: Landwirtschaft
DURCHFÜHRUNG der Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen:
Ausschließlich innerhalb der WfbM
Extern in einer Inklusionsfirma
Extern in einem Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes
Kombinierte Durchführung (WfbM-intern und externer Betrieb / Inklusionsfirma)
In Kooperation mit anderen Bildungsanbietern
AUßENARBEITSPLÄTZE in externen Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes sind vorhanden:
Ausgelagerte Einzelarbeitsplätze
Ausgelagerte Gruppenarbeitsplätze
Praktika in externen Betrieben
Rotthoffs Hof ist eine Gründung des Diakonischen Werkes Gladbeck-Bottrop-Dorsten aus dem Jahre 1986 als Werkstatt für Behinderte zur beruflichen Rehabilitation von geistig und psychisch Behinderten.
Das Diakonische Werk betreibt die Landwirtschaft als Mittel zum Zweck der Rehabilitation. Gleichzeitig soll aber auch dem Anspruch der evangelischen Kirche auf Bewahrung der Schöpfung und schonendem Umgang mit den Ressourcen Rechnung getragen werden. Deshalb muß der Betrieb so umweltschonend wie möglich bewirtschaftet werden.
Den in der Landwirtschaft eingesetzten Beschäftigten, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keinen Arbeitsplatz finden können, soll im Rahmen der beruflichen Rehabilitation eine berufliche Eingliederung und ihr Recht auf Arbeit ermöglicht werden.
Durch angepaßte Arbeit wird die Leistungsfähigkeit entwickelt, erhöht oder wiederhergestellt.
Durch den Umgang mit Pflanzen und Tieren bekommt die Arbeit einen emotionalen Aspekt, der es ermöglicht, durch Verbesserung der Motivation persönliche Fähigkeiten auszubauen, neue zu erschließen und die Belastbarkeit schrittweise zu erhöhen.
Tiere als lebende Wesen erzeugen zwangsläufig ein Verantwortungsgefühl bei den sie betreuenden Menschen. Dies kann man dazu nutzen, um durch bewußte Übertragung von Verantwortung im klar umgrenzten Bereich Selbstständigkeit in der Arbeit zu erzeugen und/oder auszuweiten. Selbständigkeit und Erfolgserlebnisse führen zu einem höheren Selbstwertgefühl.
Zur Zeit arbeiten 60 Beschäftigte auf dem Betrieb, die von 5 hauptamtlichen Mitarbeitern angeleitet werden. Außerdem steht noch eine Standortleitung und ein Begleitender Dienst zur Verfügung.
Der Hof wird nach den Richtlinien des Anbauverbandes "Naturland" auf biologischer Basis bewirtschaftet. Dabei wird besonders auf einen schonenden, ökologischen Umgang mit der Natur Wert gelegt.
Die erzeugten Produkte -
z. B. Gemüse und Eier werden sowohl ab Hof vermarktet, als auch an den Naturkostgroßhandel verkauft.